#12.3 Nausicaä - Im Tal der Winde: Opening Theme
Shownotes
Es ist eine gefährliche Sache aus deiner Tür hinauszugehen. Du betrittst die Straße und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen. Insbesondere wenn Du dabei Musik hörst! Kaum startet der Track und deine Gedanken wandern an die unwahrscheinlichsten Orte: Hügellinien, in denen Drachen nisten, unerforschte Pazifikinseln, auf den schwärzesten Meeresgrund oder in die entlegensten Winkel des Weltalls. Die neueste Folge Rausch hat das Thema Abenteuer! Also packt eure Rücksäcke und euern Proviant, auf gehts ins Ungewisse!
Aktuelle Folge:
- Zu den Musikplaylists der aktuellen Folge hier entlang
Zu den Playlists der alten Folgen:
- #1 Herbst
- #2 Workout
- #3 Musicals
- #4 Weinen
- #5 80s
- #6 Jahresrückblick 2025
- #7 Verliebt
- #8 David Lynch
- #9 Oscars 2026
- #10 Anime-Intros
- #11 Nacht
Social Media:
- Rausch - Das Soundtrack-Radio bei Instagram
- Rausch - Das Soundtrack-Radio bei letterboxd
- Mirko bei Instagram
- Charlie bei Instagram
Transkript anzeigen
00:00:00: Yamiko.
00:00:00: total spannend, mal so einen Track zu haben der so zwei eindeutige Brüche mittendrin hat und so zwei sehr voneinander getrennte Parts.
00:00:12: Der erste wird dann ja ein bisschen wiederholt am Ende.
00:00:16: Ich kenne den Film natürlich.
00:00:17: Ich habe ihn tatsächlich letzte Woche erst auf Blu-ray gekauft, um ihn mal wieder zu sehen und dieses Opening mag ich natürlich auch richtig richtig toll!
00:00:27: Ich hatte aber deswegen weil ich den Film kenne... Auch direkt die Bilder vor Augen und auch eher so ein Gefühl von, hier breche ich nicht in einem Abenteuer auf was mir viel Freude verspricht sondern es ist schon so ein bisschen alles am Arsch.
00:00:44: Und jetzt muss ich mal gucken wie viele hier noch retten kann.
00:00:47: Eher so'n bisschen das-Feeling.
00:00:50: dann habe ich aber auch nachgedacht naja... Ich versuch's mal davon zu lösen gibt es einen Moment, wo sich das passend anfühlt?
00:00:59: und dann dachte ich an die Nacht tatsächlich.
00:01:01: Hey!
00:01:01: An unsere letzte Folge.
00:01:03: Ich dachte dass gerade diese Sinfi-Loop am Anfang oder diese Orgel... Dass sich das eigentlich ganz gut macht wenn man so nachts aufbricht oder nachts vielleicht ein Autofahrt hat oder so irgendwo hin?
00:01:20: Ich finde dafür passt das auch ganz gut.
00:01:23: Allgemein ist es halt grade dieser Orgel-Part sehr dicht gemixt und hat dadurch auch eine gewisse Schwere.
00:01:30: Also ich glaube, dass für mich Abenteuer auch eher mit einem gerade der Ausbruch...
00:01:37: Mit einer Leichtigkeit?
00:01:38: ...mit einer Leichtigkeit und dadurch auch mit ein bisschen Space im Mixing des Tracks selbst irgendwie verbunden ist.
00:01:46: Dass sich da das Gefühl habe es hört sich luftig an!
00:01:49: Da ist noch Platz den man darin irgendwie einnehmen kann.
00:01:55: Bei so ganz dichten, tiefen schwer abgemischten Sachen habe ich oft das Gefühl, dass es ein bisschen erdrückend ist.
00:02:04: Es wird mir so ein bisschen auferlegt und bestimmt mich und wie ich mich fühle sehr Und bei dem anderen habe ich das Gefühl Ich werde eher so mitgenommen.
00:02:15: Kannst du das nachfühlen?
00:02:17: Ja, es stimmt.
00:02:18: Es ist auch kein ganz freiwilliges Abenteuer hier.
00:02:21: Wenn ich jetzt an deine Busreise in Italien denke ... Vielleicht ist das eher so eine Kategorie von Abenteuern.
00:02:27: So eins, dass dich gegen deinen Willen so in sich verwickelt oder dich hineinzieht und in die fremde Welt zieht.
00:02:35: Und die Welt von Norsica ist ja sehr lebensfeindlich.
00:02:40: Auch wo du gerade gesagt hast, Abenteurer muss für dich was Luftiges haben.
00:02:43: Diese Orgel am Anfang hat für mich etwas total ... ähm ... Maritime ist irgendwie, weil man hört ja immer.
00:02:50: Es gibt diesen einen Lauf der die Orgel von unten nach oben hochgeht, der so ein Blubberblubber
00:02:54: blubbern.
00:02:56: Ja!
00:02:56: Das
00:02:57: klingt wie so Blubba-Blasen, die von unten aufsteigen und dann an die Wasseroberfläche geraten.
00:03:04: Und bei Nordseker geht's auch um eine teilweise unterirdische Welt, um eine Welt, die vom Pilzen verseucht ist.
00:03:12: Vielleicht kann ich... Es ist eben so knapp, es geht zusammenfassend.
00:03:16: In Osteca hat eine unfassbar komplizierte Law habe ich beim Lesen nochmal nachlesen noch mal bemerkt wie komplex das eigentlich ist und basiert ja auch glaube ich auf einem sehr lang Manga den Hayao Miyazaki ebenfalls gezeichnet hat der noch viel viel komplexer und viel viel politischer ist.
00:03:35: aber im Großen und Ganzen geht es um diese postapokalyptische Welt unsere Welt die jetzt von Pilzen verseucht ist.
00:03:42: Das heißt, man kann nur noch mit so einer FFP-Zweihmaske draußen rumlaufen und gleichzeitig gibt es aber noch riesige Schaben, die irgendwie über die Erdoberfläche wüten und die Menschen ebenfalls bedrohen.
00:03:54: und dann geht das um zwei Königreiche, die beide jeweils eine Antwort suchen auf diese Bedrohung Ganz unterschiedliche Ansätze haben.
00:04:04: und dann gibt es so eine Art Romeo und Julia Geschichte.
00:04:07: Und Norsika wohnt eben im Titelgebende Teil der Winde, dass durch die Winde vor den Pilzsporen geschützt ist.
00:04:13: In diesem Track hören wir... oder sehen wir, wie sie wieder nach Hause ins Tal der Winde zurückkehrt von einer Exkursion.
00:04:21: Das heißt eigentlich ist es eher ein Homecoming-Track.
00:04:24: aber für uns als Zuschauer, die ja das Tal der Winde noch nicht kennen, ist es auch irgendwie ein Aufbruch und ist es ein erstes Mal diese Windmühlen zu sehen, die dort in dem Berg hängen versprengt sind und dieses ganz tolle Setting, dass uns dann durch den Film begleiten wird, dass sich zum ersten mal so vor uns aufzieht, dass wir da sehen beim Thema Fliegen, auch wenn es kein ganz freiwilliger Wind ist der uns hier durch diesen Track trägt.
00:04:52: Aber ich finde er hat was total aerodynamisches.
00:04:55: Findest du nicht?
00:04:57: Ja voll vor allem dann in dem mittigen Part wo's da nochmal kurz ein bisschen freidreht und die Streichereinkommen.
00:05:05: Ich weiß nicht ob es da noch so eine kurze Action Sequenz oder so gibt im Film.
00:05:09: das hat man irgendwie direkt vor Augen.
00:05:12: Also ich dachte irgendwie direkt, ah okay da muss noch mal eine Scharbe angegriffen haben in diesem Moment und dann ist sie doch nochmal auf ihren Flugleiter gestiegen und drüber geschwebt oder so.
00:05:23: das waren die Bilder die ich dazu im Kopf hatte.
00:05:26: Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wie der genaue Ablauf war Aber ja, ich kann total nachvollziehen, dass das für dich was Aerodynamisches hat.
00:05:35: Dass du natürlich gesagt hast der Anfang und das Ende hat für dich etwas Maritimes, hat mich wieder komplett abgeholt.
00:05:43: Ich musste direkt daran denken, dass es irgendwie so Davy Jones an seiner Orgel auf seinem Schiff spielt oder so ... Und ein bisschen Orgel lernt, wenn er immer wieder dieselben Abläufe spielt.
00:05:58: Das
00:05:58: ist das geilste Feature einfach!
00:06:00: Ja,
00:06:02: nee und ich habe auch mir aufgeschrieben es ist so ein sehr vogiger Track.
00:06:06: Also man reitet so ein bisschen auf den Vogen des Windes dahin vollen.
00:06:14: also die Assoziation hatte ich ja auch total das teile ich mit ihr.
00:06:20: zu Joey Seishi kann man hier vielleicht noch kurz sagen dass er bevor er hier seinen ersten Soundtrack komponiert hat eigentlich aus dem minimal sound kam Also minimalistische Musik komponiert hat.
00:06:31: Das sind auch sehr interessante Alben tatsächlich, die kann man sich mal durchhören.
00:06:34: also da hört man schon noch Verwandtschaft zu dem was später kam und ich finde das ist jetzt auch in diesen Orgelparts hier am Anfang oder im Schluss als eine Art Kapiteltrenner oder so findet sich das schon wieder.
00:06:45: und Hisaishi sagt seine zwei großen Einflüsse sind Erik Sati und Philipp Glass, und ich finde beides hört man in diesem Track total raus.
00:06:54: Also Philipp Glass in diesen repetitiven Orgeln am Anfang und am Ende und Erik Satie bei diesen romantischen Klavierläufen in der Mitte, find' ich das kommt dieser Differenz, dieser Abstand, dieser Bogen den Joe Hisayishi-Spand und weswegen ich ihn auch so interessant finde als Komponist, kommt in diesem allerersten Track schon so perfekt zusammen!
00:07:16: Und dann tatsächlich auch dieses Poppige.
00:07:18: Es gibt ja dann unter diesem ersten Lauf des Nausica-Themes auch diesen Beat im Hintergrund, der auch was total ATshaftes irgendwie hat, das mir aber auch richtig gut gefällt.
00:07:30: Also ich finde hier ist eigentlich das komplette Besteck schon da das sich dann später vielleicht noch verfeinert und perfektioniert.
00:07:37: Aber Norsika, ich finde immer noch der Soundtrack viel besser als der Film!
00:07:41: Ich mag den Film auch gar nicht so besonders.
00:07:43: aber was ich an dem Film mag ist der Anfang.
00:07:46: Ja muss ich leider sagen, ich find ihn recht langweilig hinten raus... ...aber was ich stark finde ist der Anfang und deswegen fand ich es heute als Call to Adventure Track, fand ich ihnen genau richtig
00:07:57: Ja und ich finde auch toll, wie du eben beschrieben hast dass das nach Hause kommen auch irgendwie ein Aufbruch ist.
00:08:04: Das find' ich irgendwie total schön!
00:08:06: Und vielleicht auch nochmal so einen schöner natürlich filmischer Twist.
00:08:12: aber irgendwie weiß ich nicht...das ist mir gerade so richtig hängen geblieben als du das gesagt hast.
00:08:17: da werde ich noch eine Weile drüber nachdenken.
00:08:22: Aber jetzt sind wir schon mitten im Abenteuer, Charlie.
00:08:25: Jetzt kannst
00:08:26: du uns eigentlich tiefer reinführen?
00:08:30: Wir sind... genau!
00:08:31: Ich führe uns tiefer ein.
00:08:33: Du hast ja gesagt es ist ein Abenteuern das wir gerade aufgebracht haben und was uns nach Hause geführt hat.
00:08:39: aber manchmal wartet ihr auch zuhause einen Abenteurer auf uns.
00:08:44: Und dass ist tatsächlich in meinem zweiten Track so.
00:08:46: ich dachte mir Im ersten Track haben wir den Aufbruch und in dem zweiten Track haben wie so ein bisschen, in meinem zweiten Track, die Konfrontation mit etwas.
00:08:55: Mit etwas Neuem!
00:08:57: Mit etwas Gefährlichem vielleicht?
00:08:59: Einem Konflikt, den man lösen muss... Aber manchmal ist es vielleicht auch einfach Action, die auf uns wartet.
00:09:08: Die uns dazu zwingt über uns hinaus zu wachsen.
00:09:12: Und das is'n beim zweiten Track der Fall.
00:09:14: Es geht um einen Track Aus.
00:09:17: Es ist eine offensichtliche Assoziation mit dem Thema Abenteuer, aber ich glaube den Track kennst du trotzdem nicht.
00:09:23: es ist eine kleine Kostbarkeit die ich da glaube ich wieder geborgen habe.
00:09:30: Wir hören den Track Home Invasion von einem neu-seeländischen Komponisten Graham Ravel aus dem Film von zwei tausend eins Lara Croft Tomb Raider von Simon West.
00:09:46: und laut mir Mirko Schnell dich an.
00:09:48: Also du musst nicht anschnallen, das wird jetzt... Ich hab mich gestern den ganzen Tag drauf gefreut hier diesen Track zu zeigen.
Neuer Kommentar