#20.5 Blue Giant: Hiromi - N.E.W.

Shownotes

Das ist Part 5 einer mehrteiligen Folge. Zur ganzen Folge hier entlang!

Check check, ist das Ding an? Räusper Die Begriffe extradiegetisch und intradiegetisch beschreiben in der Erzähltheorie nach Gérard Genette die verschiedenen Ebenen, auf denen eine Geschichte erzählt wird. Sie unterscheiden, ob sich eine erzählende Stimme außerhalb der Handlung oder innerhalb der erzählten Welt befindet. Das Gleiche gilt natürlich auch für Musik: Ist die Musik nur in den Ohren der Zuschauenden, oder hören unsere Protagonist:innen gerade dasselbe wie wir? Zum Beispiel im Radio, im Fahrstuhl oder auf einer Konzertbühne? Und um letzteres soll es heute gehen: Bands, die in Filmen fett abliefern, in der Realität aber gar nicht existieren.

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00:00:00:

00:00:08: Ja Mirko, ich muss sagen das hat mir schon sehr gut gefallen.

00:00:12: Also gegen Ende auch nochmal dieses Call & Response zwischen Saxophon und Klavier.

00:00:19: Tolle!

00:00:20: Ich finde Jazz ist einfach eine Musikform die.

00:00:23: es gibt natürlich viele Unterformen von Jazz.

00:00:26: Ich bin auch nicht gut genug da drinnen, um jetzt zuzuordnen was für eine Art speziell von Jazz das ist.

00:00:34: Aber Jazz an sich hat schon oft immer etwas Cooles und ich glaube es hängt einfach mit dem Saxophon zusammen.

00:00:40: Ich finde Saxophonen... Das versprüht irgendwie immer sowas Verruch des Cools.

00:00:46: Es ist...Saxophon ist auch immer so ein bisschen sexy.

00:00:48: Ich weiß dass sie auch so ein bißchen... Oh!

00:00:50: Ich habe den Vagilator angelassen.

00:00:52: Oh!

00:00:52: Wollt ihr dich erinnern?

00:00:53: Sorry!

00:00:56: Also, falls es gerade in der Aufnahme gerauscht hat.

00:00:59: Jetzt ist es hoffentlich besser.

00:01:01: Ähm ...

00:01:03: Hat das... Ich frage mich?

00:01:04: Hat das George Michael an uns verbrochen?

00:01:07: Was heißt verbrochene?

00:01:08: Hat George Michael uns darauf getrimmt?

00:01:10: Ja, dass wir immer denken bei Keralis Whisperer.

00:01:15: Das ist halt ... Das ist der Bumztrack, ne?

00:01:17: Ähm ja ... Maybe!

00:01:21: Schon ein bisschen.

00:01:22: Aber ich finde, das hat auch irgendwie ... Ich weiß nicht, bei Saxophon denke ich immer an eine Bar und einen guten Drink und gute Gesellschaft.

00:01:31: Und irgendwie eine Nacht in der noch alles passieren könnte.

00:01:35: Das sind immer die Bilder, die ich dazu im Kopf habe.

00:01:37: Ich glaube sie sind natürlich auch einfach super krass nochmal medial geprägt dadurch dass wir viel... ...Saxophon in Bars hören und sehen in Filmen das wir dass wir das natürlich aus ganz vielen irgendwie vielleicht Liebesfilm kennen oder vielleicht auch irgendwelchen Krimis äh, äh oder älteren Hollywood Filmen wo dramatische Dinge passieren aber dann treffen sich trifft sich das Liebespaar noch in der verrauchten Bar.

00:02:09: Ich glaube da ist natürlich auch ganz viel visuell von durch Filme und Serien mit verbunden worden.

00:02:20: Es hat immer was Verruchtes für mich, aber das finde ich auch schön.

00:02:23: Ich find es gar nicht schlimm, dass das so aufgeladen ist.

00:02:26: Gibt natürlich auch Tracks die das komplett ablehnen.

00:02:28: wenn ich jetzt zum Beispiel daran denke ich muss nochmal David Bowie erwähnt wie David Bowies zum Beispiel der Saxophon in vielen seiner Tracks verwendet.

00:02:35: er ist ja jemand der selber Saxophonen gelernt hat und auf ganz vielen Alben das gespielt hat.

00:02:40: da hat das nicht immer etwas sexyhaftes die Art, wie es gespielt wird vor allem im Jazz-Kontext.

00:02:48: Ja also so bei Blackstar zum Beispiel finde ich das ist auch sehr traurig ein sehr ermattetes Saxophon zum Beispiel.

00:02:55: aber hier in diesem Kontext stimme ich dir total zu.

00:02:57: Ich musste die ganze Zeit an diesen auf wenn's nichts miteinander zu tun hat An den Slogan von Porcoroso denken.

00:03:05: für alle die gerade das Video sehen ich halte mein Porcorossoglas einmal eben in die Kamera aus dem ich hier grade trinke.

00:03:13: das ist cool.

00:03:16: Das war einfach

00:03:17: der Slogan von Porcorosso und ich höre dieses Lied und denke, this is it!

00:03:22: This Is Cool.

00:03:25: Also was du aber gerade erwähnst diese ganzen Bildwelten dieser Assoziation also Blue Giant folgt einer ganz Blut jungen Jazzgruppe auf ihrem Weg zum Erfolg, auf ihrem weg zum Ruhm und das führt eben auch durch diese ganzen Nachtclubs.

00:03:43: Das sind ja beim Jazz nicht die großen Konzertbühnen sondern es sind immer diese kleinen... sehr privaten, sehr heimelichen Situationen.

00:03:54: Menschen sitzen an Tischen interagieren irgendwie auch mit dem Musiker in, applaudieren oder rufen etwas rein.

00:04:01: also das ist ja auch eine ganz andere Art des Musizierens als dass jetzt bei einem großen Rockkonzert zum Beispiel der Fall ist.

00:04:09: es hat ja dieses eingeiegelte, dieses im Kokore stattfindende.

00:04:14: Also ich Ich höre Jazz total gerne und kenne mich leider unfassbar schlecht aus.

00:04:19: Also wenn ich jetzt wirklich da ein Bebop raushörwüsste, dann ... ich könnte es nicht.

00:04:25: Deswegen will ich gar nicht versuchen zu viel über die Natur des Jazz zu sagen hier weil ich's nicht kann aber...

00:04:32: Ich

00:04:32: mag diesen Film total, er ist glaube ich auch so für Leute die sich fragen ob sie sich für Jazz interessieren könnten.

00:04:39: Es ist vielleicht ein ganz guter Einstieg weil er doch so ein paar Dinge auch ein bisschen erklärt gerade was auch so die Konversation zwischen den Instrumenten angeht.

00:04:48: du hast es ja grade schon gesagt dieses Back & Forth das wir jetzt zum Schluss hören und interessanterweise also dieser Track ist eigentlich der erste große Auftritt der Band und innerhalb des Films gilt er eigentlich als Misslungen.

00:05:00: Also danach wird gesagt, das Klavier Solo war komplett ohne Herz gespielt.

00:05:07: Das ist einfach leer und holen und das hört man sofort.

00:05:10: Und ich kannte den Track aber vorher schon und dachte was für ein geiler Track?

00:05:14: Und dann im Film dachte ich ach so!

00:05:16: Okay das war schlecht...obviously.

00:05:18: Gut diesen Level des Jazzhorns habe ich doch nicht erreicht wie Leute die so guten Wein oder guten Kaffee erkennen wo ich mir denke ja es ganz gut

00:05:28: oder?

00:05:29: Dann sagen sie nee Das ist gar nichts.

00:05:31: Ja, aber tatsächlich gibt es am Ende des Films noch eine Reprise beziehungsweise ein Song bei dem der Pianist dann ein richtig, richtig tolles einhändiges Solo abliefert und da habe ich dann auch schon gespürt dass das so'n bisschen ne andere Qualität hat.

00:05:49: Ja und sonst?

00:05:50: Ja!

00:05:50: Aber gleichzeitig... Gleichzeitig geht es dann auch schnell in so ein Flexatum rein, was ich ja eben auch gerade schon kritisiert habe.

00:05:57: Jazz ist auch eine Genre, das so ein bisschen dafür anfällig ist und gleichzeitig hat es eben... Ich weiß nicht, vielleicht ist es auch elitär und irgendwie so eine elitäre Prähung dass man Jazz sehr viel cooler wahrnimmt als wenn da irgendwie so ne Band auf der E-Gitarre die ganze Zeit herum flexen will.

00:06:19: aber es hat einfach einen spannenderen vibe.

00:06:23: das ist natürlich auch subjektiv.

00:06:24: aber ich weiß nicht wenn ich mir jetzt eine band anhöre die halt irgendwie mit ihrem bus und ihrer e-gitarre der crazy rum flex und irgendwie ein riff nach dem anderen runterrockt denke ich irgendwie okay ja i don't know.

00:06:42: und wenn aber da jetzt jemand steht im saxophon und sagt jetzt hier leg ich mein richtiges Brett hin von dem Solo, dann bin ich hell auf begeistert.

00:06:53: Vielleicht ist das ein insgesamter Unterschied gesellschaftlich auch wie man diese beiden Genres wahrnimmt.

00:07:00: vielleicht ist es auch rein subjektiv and it's just me Aber komisch, dass das so existiert.

00:07:07: Also ich gehe ein bisschen ins Blaue hinein aber ich habe das Gefühl der Unterschied liegt schon darin, dass die Qualität hier vielleicht oder beim Jazz nicht unbedingt in der perfekten technischen Ausführung alleine zu finden ist und deswegen ist es gar nicht pausen in dem Sinne sondern es geht eigentlich denke ich um die Emotionalität.

00:07:29: Also das Gefühl, weil ja auch diese Soli dann improvisiert sind... Das Gefühl inwiefern hat jetzt der Musiker, die Musikerin sich richtig da reingeschmissen?

00:07:40: Inwiefern war das wahrhaftig?

00:07:42: oder wurde nur etwas abgespult, dass man vorher irgendwo mal bei jemand anderem gehört hat?

00:07:47: Ich glaube es ist eher diese Suche nach Originalität und nach Wahrhaftigkeit als zu sagen, das war eine unglaubliche Fingerbewegung an dem Klavier oder so.

00:07:55: Glaub!

00:07:57: glaube ich.

00:07:59: Ja, ich glaube es ist irgendwie eine fließende Grenze.

00:08:02: aber ja ich habe auch irgendwie das Gefühl also bei Jazz nimmt mich das irgendwie mehr mit emotional weil's auch einfach ein anderen vibe hat.

00:08:12: irgendwie ist es auch jazz hat einfach einen anderen vibe, ein anderes oft wärmeres

00:08:18: gefühl

00:08:19: als rock.

00:08:19: jedenfalls wenn wir so einen jazz hören den wir klassisch mit so.

00:08:24: Wir sitzen in der bar und dabei wird irgendwie geraucht und man trinkt ein wein verbinden.

00:08:30: ich glaube ich muss noch gar nicht mehr viel zu blue giant sagen.

00:08:32: das ist eigentlich so ein typischer von null auf hundert motivations anime wo jemand erst sehr viel Ambition, aber sehr wenig Talent hat und sich dann mit viel Schweiß und Fleiß am Ende nach oben arbeitet.

00:08:49: Und das funktioniert für mich eigentlich immer egal ob Sport oder Musik... ...und hat hier eben ganz viele tolle Musiksequenzen die auch ganz toll animiert sind.

00:08:57: also wie mit Animation hat man ja

00:08:59: noch

00:09:00: viel mehr Möglichkeiten vielleicht, um das Musikalische darzustellen als im Realfilm.

00:09:05: Und die werden hier voll ausgeschöpft auch wenn es mal hier und da ein bisschen unangenehme drei D-Rotoskopie von Menschen gibt aber wie da die Töne aus dem Saxophon raus explodieren.

00:09:17: du hast gerade schon ein bisschen über das Coverbild hier gelacht also das gibt schon so'n bisschen einen Eindruck davon wie diese Energieströme in Anime dargestellt sind.

00:09:26: Das ist wirklich ganz toll.

00:09:31: Ja, ich habe richtig Bock mit den mal anzuschrauben.

00:09:34: Und jetzt würde ich einfach mal überleiten zu einer Sache die du glaube ich gesehen hast.

00:09:39: Wenn ich dir den Serientitel Scrubs nenne Hast du glaube direkt Assoziation und vielleicht auch viele Emotionen.

00:09:48: Ich glaube das ist eine Serie die wir beide gerne geguckt haben.

00:09:51: Ach Charlie Kommt jetzt die Hochzeitsversion von Heya.

00:10:00: Ja Ich konnte Sam Lloyd aka Ted hier nicht aus dieser Folge lassen.

00:10:06: Rest in Power an der Stelle, Sam Lloyd ist ja leider vor sechs Jahren verstorben An Krebs und er hat damals mit seiner Band The Blanks In der Serie Scrubs mitgespielt.

00:10:18: Innerhalb der Serie hieß die Band The Worfless Pions Die Erbärmlichen Versager auf Deutsch.

00:10:27: Ich finde, der war aber gar keine bärmliche Versager.

00:10:29: Der war ganz toll und das Cover ist ganz toll.

00:10:32: Wir hören The Blanks mit Hey Yeah!

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