#20.4 Given: Given - Fuyunohanashi

Shownotes

Das ist Part 4 einer mehrteiligen Folge. Zur ganzen Folge hier entlang!

Check check, ist das Ding an? Räusper Die Begriffe extradiegetisch und intradiegetisch beschreiben in der Erzähltheorie nach Gérard Genette die verschiedenen Ebenen, auf denen eine Geschichte erzählt wird. Sie unterscheiden, ob sich eine erzählende Stimme außerhalb der Handlung oder innerhalb der erzählten Welt befindet. Das Gleiche gilt natürlich auch für Musik: Ist die Musik nur in den Ohren der Zuschauenden, oder hören unsere Protagonist:innen gerade dasselbe wie wir? Zum Beispiel im Radio, im Fahrstuhl oder auf einer Konzertbühne? Und um letzteres soll es heute gehen: Bands, die in Filmen fett abliefern, in der Realität aber gar nicht existieren.

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Zu den Playlists der alten Folgen:

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00:00:00: Also du weißt ja, ich liebe Jpop.

00:00:06: Diesen Track fand ich jetzt sehr typisch würde ich irgendwie sagen.

00:00:12: also hier spüre ich dass mir vielleicht irgendwie der Kontext die emotionale Szene fehlt.

00:00:18: einfach so das Song als Song sticht für mich nicht aus dem Wust an Jpop hervor den Ich sonst so höre, beziehungsweise es hört sich so weg.

00:00:29: Was wirklich Eindruck bei mir gemacht hat war im Hintergrund die E-Gitarre, die die ganze Zeit macht was so sehr klingt eigentlich wie ein Mozartmäßig gespieltes Klavier auf der E- Gitarre und das hat mir sehr gut gefallen, war sehr energetisch, sehr chaotisch irgendwie auch auf eine Art und Weise Ich versteh schon, was du mit dem Herz schmerzigen meinst.

00:00:57: Schmacht dich auf jeden Fall!

00:01:00: Es hat auch irgendwie etwas finales für mich.

00:01:02: also ich ohne es jetzt zu wissen könnte mir vorstellen dass das so der letzte große song ist der band auf den diese ganze serie hin steuert vielleicht auch noch unterschnitten mit bildern wie jemand irgendwie durch die stadt rennt weil er noch schnell zum zug jemanden jemandem tschüss sagen will oder jemand küssen möchte oder sowas Könnte ich mir jetzt vorstellen.

00:01:26: Aber sonst muss ich sagen, kugelt der gerade noch so ein bisschen flach an mich ab?

00:01:33: Ja das kann ich glaube ich nachvollziehen.

00:01:35: Mir wird es vielleicht ähnlich gehen würde ich die Serie nicht kennen und die Szene dazu Und würde ich den Text vor allem nicht verstehen.

00:01:43: Ich weiß wir haben beide japanisch auf Duolingo lange gehabt.

00:01:47: Ich weiß nicht wie da dein Status ist.

00:01:49: Ein Wort

00:01:50: habe ich verstanden.

00:01:50: Eins!

00:01:52: Ich schon nie zusammen

00:01:55: Siehst du, guck mal.

00:01:56: Das sagt doch schonmal viel!

00:01:58: Ja und zwar geht es in Given habe ich ja schon gesagt ist so eine Boys Love Teen Anime Romance Serie.

00:02:06: Es geht um Rizuka und Mafuyu.

00:02:11: Rizuko und Mafuyo spielen zusammen In einer Band Und verlieben sich in einem langen lang anfühlenden Slowburn über mehrere Folgen sich nach und nach ineinander.

00:02:21: Aber da ist etwas, was den Mafuji noch zurückhält einen Verlust, den er noch nicht verarbeitet hat, über den er sehr lange schweigt.

00:02:30: Und der dann in diesem Song so das erste Mal richtig rauskommt.

00:02:35: es gibt natürlich ein Band Contest für ihre Band Und da wird dieser Song gespielt, das ist so mit der Höhepunkt der Serie Folge neun.

00:02:45: Ich glaube es gibt elf Folgen und danach geht's eigentlich hauptsächlich um die Konsequenzen nach diesem Auftritt.

00:02:52: Das ist ein bisschen der große emotional Höhelpunkt.

00:02:56: Da steht Mafuyu das erste Mal auf der Bühne und sinkt sich all die Gefühle über den Verlust erlitten hat Und Jan ein gewisses Trauma, was er irgendwie verarbeiten muss.

00:03:10: All das sinkt er so aus sich raus.

00:03:12: Er singt das erste mal öffentlich, er singt über diese Dinge, die er solange schweigt und singt an Zeilen.

00:03:18: Ich habe eine Übersetzung gefunden Even though you lost your shape one day You'll always be here with me As I try to move on again.

00:03:25: Even though he couldn't say goodbye to you I carry on because i know that you will always be with me.

00:03:31: Das ist natürlich auch ein bisschen kitschig Aber hat mich schon sehr berührt, weil es so gut über die Serie aufgebaut wird und gleichzeitig kommt in dem Track dann auch eine Virtuosität dazu.

00:03:43: Also normalerweise mag ich's nicht wenn da die Gitarre so wild rumflexst.

00:03:48: Es gibt ja Bands Die einfach nur daraus bestehen dass da irgendwie alle sich ein bisschen geil fühlen und alle möglichst virtuos ihre Instrumente spielen.

00:03:57: Und Ich finde immer Wenn ich so Musik höre das ist Weiß ich nicht, das ist so Pause Musik.

00:04:02: Das ist für mich Musik die Fundamental die Schönheit von Musik irgendwie nicht begreift.

00:04:08: und hier trifft aber diese Virtuosität dann auf einem sehr emotionalen Kern Von der Serie Und deswegen funktioniert ja für mich so gut weil so im in viel musikalischem Maximalismus dann auch ein sehr großer emotionaler Moment steckt.

00:04:25: Wenn man den allerdings aus der Serie nicht kennt und den Text nicht versteht, und den Kontext dadurch nicht hat geht ihr natürlich schnell unter.

00:04:33: deswegen kann ich deine Reaktion total nachvollziehen.

00:04:36: Musikfilme und Serien sind einfach geil.

00:04:39: also jetzt wenn du es doch mehr so sagst Dann denke ich ja diese Möglichkeit zu sagen okay Am Ende exponiere ich mich, ich gehe auf die Bühne und ich zeige mich selbst.

00:04:49: Ich zeige meine wahren Gefühle.

00:04:51: das ist ja eigentlich auch so ein bisschen der Kern von Musik dieses sich nackt machen auf der bühne vor den menschen und ehrlich zu sich selbst sein.

00:04:58: Und das verlangt ja auch eine gewisse emotionale Entwicklung, um diese Offenheit überhaupt erst sich erlauben zu können.

00:05:07: Das geht natürlich mit so Serientramaturgie ganz wunderbar einher, wie wir in der letzten Folge über Sportfilme gesprochen haben.

00:05:18: Hat das nur zwölf Folgen?

00:05:19: Hab ich das richtig

00:05:19: verstanden?!

00:05:21: Das hat elf Folgen und es gibt noch mehrere Filme dazu.

00:05:24: Ich glaube drei Filme, die daran anschließen von denen würde ich aber abraten.

00:05:29: da gibt's ein paar künstlerische Entscheidungen, die doch sehr Ablehenswert finden.

00:05:37: Also die wirklich irgendwie sind sehr kritisch.

00:05:40: Die Serie ist eigentlich ganz schön Und danach driftet das ein bisschen ab.

00:05:46: Da gibt es teilweise Szenen von sexuellen Übergriffen, die irgendwie romantisiert werden oder sonst was in den Filmen, die dann aber irgendwie loving und toll sein sollen.

00:05:58: Also das ist wirklich schwierig!

00:06:00: Also Filme, Abraten-Serie würde ich empfehlen.

00:06:03: Wer Bock auf sowas hat... Ja doch, doch kann man, kann man auf jeden Fall machen.

00:06:09: Es ist halt auch, darüber haben wir am Anfang der Folge halt auch geredet dieses Gefühl von, man singt sich die Gefühle raus.

00:06:18: und ich mag halt eigentlich immer wenn Musik als etwas dient was etwas vorher unausdrückbares ausdrückbar macht weil halt Musik einfach anders kommunizieren kann als jetzt reine verbale Sprache.

00:06:32: Und das rührt mich einfach prinzipiell meistens sehr sehr doll.

00:06:39: Ja, die alte Storytelling-Degel aus dem Writer's Room ist natürlich Show Don't Tell.

00:06:45: Also lasst die Figuren am besten nichts sagen.

00:06:47: Es geht mir jetzt so und so aber vorher ging es mir ganz anders.

00:06:50: Sondern lass sie irgendwie zeigen.

00:06:52: Und wie kann man das besser zeigen als wenn man auf der Bühne steht und ein Song performt?

00:06:57: So Lass sie nicht sagen, lass sie singen!

00:07:00: Das ist das.

00:07:01: Genau Es gibt, genau given ist dann auch der Name der fiktiven Band.

00:07:08: Das sieht man jetzt auch als Interpret angegeben.

00:07:12: der Name Die Musik stammt aber eigentlich von einem Solo-Künstler namens Azushi.

00:07:17: Und der hat die Songs auch alle produziert, geschrieben und alle alleine aufgenommen... ...und für den war dieser Soundtrack ein kleiner Durchbruch in Japan.

00:07:25: Der ist aber auch vor allem bisher so weit.

00:07:27: ich weiß dafür bekannt dass er die Soundtracks für diese Given Reihe gemacht hat.

00:07:32: Nichtsdestotrotz gut for him.

00:07:36: Props gehen raus.

00:07:37: schaut aus weil das klingt dir schon echt fett.

00:07:40: genau weiter habe ich mich aber in seinen Werk noch nicht reinbegeben.

00:07:44: Ich glaube ich kann super gut daran anschließen, denn ich habe tatsächlich auch ein Musikanime als nächstes auf der Liste.

00:07:50: Der aber in eine ganz andere Richtung geht nämlich nicht in den J-Pop sondern in den Jazz.

00:07:56: Es geht um den Film Blue Giant, der auf der gleichnamigen Manga Serie basiert.

00:08:03: und aus diesem Film hören wir jetzt den Track New Endpunkt E Punkt W Punkt von Hiromi.

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