#15.7 Evil Does Not Exist: Eiko Ishibashi - Evil Does Not Exist

Shownotes

Irgendwas ist anders diese Folge. Ist es dieser Text? Was ist das hier überhaupt? Wo bin ich hier gerade? In einer Podcast-Beschreibung? Auf so einer Meta-Ebene wurde hier doch sonst nie kommuniziert. Was passiert grade? Ich fühle mich so…. komisch.. Ich weiß nicht ganz was das richtige Wort ist… Vielleicht.. Entrückt?

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00:00:00: Ja, den fand ich jetzt schon erdrücken muss sich dann doch sagen.

00:00:05: Also der lässt ja gar keinen Raum, der er drückt einfach nur man ist gelangt da wirklich in Space Der sehr unangenehm ist.

00:00:20: Ich habe die ganze Zeit auch versucht konzentriert zu bleiben meine Gedanken sind aber immer wieder abgedriftet.

00:00:29: Es passiert gleichzeitig so viel und so wenig, aber vielleicht auch der Impuls da sich irgendwie daraus denken zu wollen.

00:00:44: Ja ich fand das ganz unangenehm.

00:00:50: es ist auch irgendwie ein Track der mich total gestresst hat.

00:00:54: Ja,

00:00:55: okay.

00:00:56: Interessant!

00:00:57: Ich habe jetzt eigentlich gedacht, obwohl das von den Dreien so der Bedrückendste ist, dass er trotzdem noch sehr ambivalent ist zwischen großer Schönheit und großer Gefahr.

00:01:12: Aber dich hat es einfach nur bedrückt und runtergezogen?

00:01:17: Es war die ganze Zeit so ein ich will hier raus wirklich Bei dem.

00:01:22: Okay,

00:01:24: Dali!

00:01:24: Was heißt das

00:01:24: zu dir?

00:01:25: Nein, nein, nein... Das ist ja auch nicht so schlimm.

00:01:27: Es ist nur ein Musiktrack und es ist jetzt auch nicht als wäre das von Sekunde eins so gewesen.

00:01:32: aber am Laufe des Tracks wurde dieses Gefühl immer stärker, dass ich will, dass er aufhört.

00:01:36: Nicht weil das ein schlechter Track ist sondern weil der schon eine sehr starke Wirkung hat finde ich.

00:01:45: Ja.

00:01:47: Also unabhängig vom Film, bei dem ich ja nun weiß worum es geht habe Ich irgendwie als ich auch so out gesund bin und aus den Fenster geguckt hab.

00:01:54: Habe ich auch an So ein auto gedacht dass irgendwie so eine bergstraße entlang fährt.

00:01:58: Und das ist immer so zwischen wunderschöner aussicht und viel zu nahe An der kante und immer so fast gerade am abstürzen.

00:02:06: und dann macht Der track aber so die nächste kurve und ist es eigentlich wieder okay?

00:02:10: Und dann wieder die nächste Kurve.

00:02:11: man denkt vielleicht soll ich doch umdrehen und die Nächste kurve ist wieder schön.

00:02:15: so ist natürlich auch anstrengend als höherelebtes auch an streng.

00:02:19: deswegen verstehe ich auch dass du sagst er stresst dich oder du willst da raus.

00:02:24: wäre der vielleicht auch eindeutiger wäre er auch gar nicht so stressig dann könnte man das in seinem kopf einfach in die stress track ekesortieren.

00:02:33: aber ganz wo ist es ja auch nicht.

00:02:34: also die die unentschlossen nee ist es unentschlossene eigentlich eher.

00:02:40: Ja wieder die Haken, die hier geschlagen werden ist was es als höhererlebnis herausfordernd macht.

00:02:48: Und sie fließen so gut ineinander.

00:02:50: Die Haken die da gesprungen werden.

00:02:52: das ist nicht so zerstückelt wie dieser track den wir aus kammel by your name gehört haben sondern es is wirklich ein Track der durchfließt aber Fließend hacken schlägt

00:03:08: ja

00:03:09: Man weiß nie ganz genau, woran man jetzt gerade ist.

00:03:12: Das ist sehr verunsichernd!

00:03:17: Und ich glaube das ist auch weswegen der Film mir jetzt doch noch so lange im Gedächtnis geblieben ist.

00:03:22: also es geht um Takahashi und Mayuzumi die beide von ihrer Firma in ein japanisches Bergdorf geschickt werden um dort einen Glamping Areal zu eröffnen.

00:03:32: Weißt du was Glampings?

00:03:34: Ja klar weiß ich was Glamping ist.

00:03:36: Also nicht, dass ich es schon mal gemacht habe.

00:03:37: Was hast du

00:03:38: schonmal glampen?

00:03:39: Nein das weiß ich nicht.

00:03:40: aber... Ich meine ja so Festivals.

00:03:46: Musikfestivals bieten ja auch Glampings an und solche Sachen.

00:03:50: mit solchen Trends setze ich mich ja schon auseinander.

00:03:52: von daher ich kenne das aus Musikkontexten

00:03:55: Jetzt schon wirklich.

00:03:57: in der coolen, punkigen Festival-Szene gibt es jetzt schon glamouröses Camping.

00:04:01: Das entkernt ja den Sinn von einem ungeduschten Festivalwochenende würde ich sagen.

00:04:07: aber gut das ist ein anderes Thema.

00:04:09: auch die Dorfbewohner dort sind nicht so hundertprozentig davon überzeugt dass das Cooles jetzt dieses Glamping Areal dahin zu bauen vor allem weil's da so ein bisschen Probleme mit diesem Gift Tank gibt der vielleicht gar nichts für diese ganzen Abwässer dieses glamping areals dann fassen könnte.

00:04:25: und takumi ein widder der dort im wald lebt mit seiner achtjährigen tochter hana ist So ein bisschen der wortführer derjenigen die nicht so ganz überzeugt sind.

00:04:38: Wir merken denn alle sind so ein bisschen aber auch in ihren zwängen gefangen.

00:04:40: auch diese zwei mitarbeiter der firma Wissen eigentlich auch nicht ob sie so überzeugt davon sind, aber der boss macht irgendwie ein bisschen stress.

00:04:47: Alle wollen irgendwie eine einigung finden Und dazwischen

00:04:52: die

00:04:53: komplett desinteressierte Natur an diesen ganzen menschlichen Angelegenheiten, die vielleicht am Ende darunter leidet.

00:04:59: Der ist aber irgendwie auch einfach ein bisschen egal ist.

00:05:01: und irgendwann verschwindet dann Hannah... ...und der Film wird zu einer Suchaktion und nimmt einen ganz surreales Ende.

00:05:08: zum Schluss das ich jetzt nicht vorwegnehmen möchte.

00:05:11: Aber da kommen viele Themen zusammen, auch durchaus so Slow Cinema meditative Sequenzen in der Mitte und diese Mischung aus ganz spezifischem Ökothema.

00:05:25: Und dann aber doch diesen meditativen, die sich einfach nicht für mich nicht zu einem kohärenten Film mit einem coherenten Thema so richtig zusammenfügen lassen.

00:05:34: genauso wie auch dieser Track hier sind glaube ich das was diesen film oder was mich immer wieder gedanklich zu diesem film zurückkehren lässt.

00:05:42: Ich kann ihn einfach nicht so richtig verstehen.

00:05:45: es ist mir nicht so ganz klar, was Hamaguchi uns hier sagen will und trotzdem oder vielleicht gerade deswegen bleibe ich die ganze zeit gedanklig beschäftigt.

00:05:54: Das war auch anstrengend beim gucken.

00:05:57: aber so wie dieser track auch an streng beim hören ist bleiben Bleiben sie, bleibt die Erinnerung daran.

00:06:03: Und was ebenfalls interessant ist dieser Film basiert tatsächlich auf der Musik.

00:06:07: also Eiko Ishibashi hat ein Livetrack angespielt und Riosuke Hamaguchi gefragt willst du dazu einen Film drehen?

00:06:18: Der es dann auch erst mal entstanden dauert eine halbe Stunde hieß Gift.

00:06:23: Auf Grundlage dieses Films ist dann am Ende Evil That's Not Exist entstanden, wieder mit dem Soundtrack von Aiko Ishibashi.

00:06:30: Also auch ein Film bei dem die Musik sozusagen irgendwie im Vordergrund oder als Startpunkt steht.

00:06:35: Ja und ich hatte es... Ich glaube dieser Kurzfilm Begift lief damals hier auch beim Kölner Filmfestival zusammen mit Evil that's not exist Und das war auch dasselbe.

00:06:46: ja in dem dieser Ach, wie heißt er?

00:06:49: Der dieser Abschiedsfilm von Ryuichi Sakamoto.

00:06:52: Dieser Konzertfilm glaube ich hier auch noch mal lief und ich habe alle drei verpasst damals.

00:06:57: Nein!

00:06:58: Also ja schade.

00:07:00: Ja, aber jetzt hier bei Rausch des Soundtrack Radio werde ich nochmal mit Ihnen konfrontiert.

00:07:06: und ja auch wenn dieser Track durchaus Unbehagen ausgelöst hat, werde ich mich da vielleicht noch mal hineinbegeben.

00:07:13: Und vielleicht kann ich dem Ganzen einen Sinn entziehen und dann können wir uns nochmal austauschen, wenn wir das nächste Mal darüber quatschen!

00:07:20: Das wird mich freuen... Was mich jetzt sehr freut, ist dein Rauschmeister-Track Charlie.

00:07:26: Ich bin

00:07:27: vor allem gespannt weil ich nebenan du wirst ein Pop-Song spielen und Pop und Entrücken... ...ist ja dann doch auch eine herausfordernde Kombination?

00:07:37: Ja eigentlich nicht!

00:07:39: Also so ja aber ich hätte glaube ich tatsächlich mehrere Tracks gehabt die auch musikalisch sehr entdrückt gewesen wären.

00:07:46: Ich habe mich jetzt aber für einen Track entschieden der vor allem thematisch entrückt ist, von einem Musiker der ganz frisch gerade die erste EP rausgebracht hat.

00:07:59: Es ist das erste mal dass wir hier Deutschpop als Rauschmeißer haben glaube ich und Ich bin vor kurzem über Social Media auf den Musiker Bennett gestoßen.

00:08:10: Der hat erst vier Songs veröffentlicht jetzt grade die erste IP raus gebracht Und es ist Deutschpop wie ich ihn mir eigentlich mal in Deutschland wünschen würde.

00:08:19: Innerlich sterbe ich beim Gedanken an diese Musiklandschaft, hier oft tausend Tode.

00:08:23: Aber das ist mal ein Artist der einen Sound hat, der ganz viele Dinge vermischt.

00:08:27: in manchen Momenten denke ich In Songs an Peter Fox, in anderen an Madonna und anderen an Charlie XCX.

00:08:33: Es ist ein moderner Pop-Sound Und ich habe mich so über dieses Song gefreut die da Bennet jetzt gerade gedroppt hat Weil ich wirklich seitdem denke wenn das jetzt mal die Zukunft der deutschen Popmusik ist dann wären wir kulturell auch mal hier hundert Schritte weiter.

00:08:48: Und ich habe auch schon gesehen, ein Sony A&R... Managerin folgt ihm auch schon, also vielleicht geht es bald für ihn ganz hoch hinaus.

00:08:59: Aber jetzt mal zum Track!

00:09:00: Der Track heißt Neuer Mann und die ganze EP, die er jetzt gerade gedroppt hat dreht sich konstant um Gedanken von werde ich mir selbst gerecht?

00:09:08: Bin ich grade die Person, die ich sein will?

00:09:10: mache ich das was ich wirklich machen möchte?

00:09:12: und dass ist der Titeltrack und letzte Track der EP.

00:09:15: Es ist ein Kampf gegen... ...das Leben was einem von einem was einen vom eigenen selbst so entrückt hat und dagegen schwörter sich jetzt ja anzukämpfen im Track Neumann, ein absoluter Überbänger.

00:09:29: Ich wünsche euch ganz viel Spaß mit dem Track und freue mich auf die nächste Folge Mit dir Mirko in zwei

00:09:43: Wochen!

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